Eppert/Frischlich et al. (2020). „Navigating a Rugged Coastline – Ethics in Empirical (De-)Radicalization Research“. CoRE-NRW Forschungspapier No. 1

Zusammenfassung und Download: Das  Forschungspapier dokumentiert die Ergebnisse eines multidisziplinären internationalen Workshops zur Ethik in der (De-)Radikalisierungsforschung, den die Autorinnen im März 2019 am Bochumer Center for Advanced Internet Studies (CAIS) organisiert haben. Im Hinblick auf die Besonderheiten der einzelnen Forschungskontexte soll dieses Papier eine projekt-, disziplin- und kontextübergreifende Basis für ethische Standards entwickeln. Ziel ist es, Instrumente bereitzustellen, die eine projektspezifische Aufstellung ermöglichen, die Forscherinnen und Forscher befähigt, eigene Konzepte und Lösungen im Kontext ihres empirischen Feldes zu entwickeln. Die einzelnen Kapitel gehen auf die genannten Fragen ein und weisen auf Praktiken und mögliche Vorgehensweisen hin, um ethische Standards in der (De-) Radikalisierungsforschung zu gewährleisten. Download hier…

Öffentliche Abschlussveranstaltung 30. Januar 2020

Unter dem Titel „Extremistische Bestrebungen in sozialen Onlinenetzwerken: Erkennen, Verstehen, Entgegenwirken.“ hat der Forschungsverbund in einer öffentlichen Abschlussveranstaltung am 30. Januar 2020 von 11 bis 17 Uhr erste Einblicke in Forschungsergebnisse präsentiert. Eingeladen waren insbesondere Praxispartner*innen aus Justiz, ziviler Präventionspraxis und Sicherheitsbehörden. Veranstaltungsort war das Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld. Zum Programm

‚Ethik in der Radikalisierungsforschung‘ – Center for Advanced Internet Studies (CAIS) fördert internationalen Expert*innenworkshop mit IKG-Beteiligung

Das Center for Advanced Internet Studies (CAIS) in Bochum fördert den internationalen Expert*innenworkshop zum Thema „Ethical questions in empirical (de-) radicalization research – bridging online and offline“, der am 11. und 12. März 2019 am CAIS in Bochum  stattfinden wird.  

Organisiert wird der Workshop von Dr. Kerstin Eppert (Koordinatorin Forschungsverbund X-SONAR, Projektleitung, Institut für interdisziplinäre Konflikt und Gewaltforschung, Universität Bielefeld), Dr. Lena Frischlich (Institut für Kommunikationswissenschaften, Universität Münster), Dr. Nicole Bögelein (Kriminologie, Universität zu Köln), Dr. Melanie Reddig (Soziologie, Heinrich-Heine Universität Düsseldorf), Dr. Nadine Jukschat (Deutsches Jugendinstitut Halle), und Dr. Anja Schmidt-Kleinert (Institut für Politikwissenschaften, Philipps-Universität Marburg).

Der Workshop bringt Forscher*innen und Expert*innen aus verschiedenen Großprojekten, verschiedenen Disziplinen und europäischen Ländern zusammen um drängende Fragen die sich aus der empirischen Forschung zu (de-) Radikalisierungsprozessen ergeben zu diskutieren. Die Themen reichen von der Diskussion von Herausforderungen und „best-practices“ zum Schutz der Sicherheit von Forscher*innen und Proband*innen, über Fragen rund um Datenschutz, Privatsphäre, und Datenmanagement, und die herausfordernde Zusammenarbeit mit sicherheitsbehördlichen Partner*innen, bis hin zur Frage nach der Reproduktion extremistischer Narrative und der Verbreitung extremistischer Inhalte – auch im Kontext von Open Science.

Radikalisierung und terroristische Gewalt

Neues Buch zu Radikalisierung und terroristischer Gewalt

Perspektiven aus dem Fall- und Bedrohungsmanagement

Anschläge durch islamistische aber auch rechtsextreme Gruppen und Einzeltäter stellen unsere Gesellschaften vor besondere Herausforderungen. Dies wird beispielhaft deutlich in der hohen Anzahl junger Menschen, die in den letzten Jahren aus Europa ausgereist sind, um sich terroristischen Milizen anzuschließen.

Diese Entwicklungen haben unmittelbare Auswirkungen auf alle Institutionen, in denen Menschen mit den unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen und Bedürfnissen zusammenkommen. Dies birgt zugleich auch Chancen in sich, besorgniserregendes Verhalten frühzeitig zu erkennen, einzuschätzen und zu entschärfen.

Aus vielfältigen praktischen wie wissenschaftlichen Perspektiven beleuchtet dieser Band die Einflüsse und Muster extremistischer Gewalt. Auch geht es um Möglichkeiten der Intervention und den vielversprechenden präventiven Ansatz des Bedrohungsmanagements. Das Buch richtet sich an alle Fachleute und Interessierte, die mit dem Phänomen der Radikalisierung konfrontiert sind oder sich auch einfach nur über die Thematik informieren möchten.

„Lasset uns in sha’a Allah ein Plan machen“

Neues Buch zur salafistischen Jugendszene in Deutschland

Das vorliegende Buch ist eine der ersten empirischen Untersuchungen zur gewalttätigen salafistischen Jugendszene in Deutschland. Die hier ausgewerteten Chat-Protokolle einer militanten Jugendgruppe sind ein wichtiges Dokument, um nicht nur einen Einblick in die gruppeninterne Dynamik junger Salafisten zu bekommen, sondern tatsächlich Radikalisierungsprozesse zu rekonstruieren. Daher hat das vorliegende Buch das Ziel, aus einer interdisziplinären Perspektive dieses Dokument zu analysieren und Handlungsempfehlungen zu formulieren.

„Wie Extremisten die sozialen Medien nutzen“

IKG der Universität Bielefeld leitet neuen Forschungsverbund

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert den Forschungsverbund X-SONAR zur Analyse extremistischer Bestrebungen in sozialen Netzwerken. Das Institut für Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld koordiniert diesen neuen Forschungsverbund. Mit einer Förderung von 3 Millionen Euro wird der Verbund grundlagenwissenschaftlich und mit einem Blick auf Prävention und Intervention analysieren, auf welche Weise radikal extremistische Gruppen Menschen in der virtuellen Realität erreichen, rekrutieren und mobilisieren. >Pressemitteilung des informationsdienst wissenschaft.